Wandern auf dem Albschäferweg – ein Qualitäts-Rundwanderweg mit 158 km Länge. Er gehört zum UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb und führt uns durch die Urzeit, Eiszeit, das Mittelalter bis in die Gegenwart.
Wer kennt nicht die Stofftiere mit dem „Knopf im Ohr“? Giengen an der Brenz ist die Stadt der Teddybären von Margarete Steiff. Genau hier starten wir, elf muntere Wanderer von der Ortsgruppe Leonberg des Schwäbischen Albvereins, unsere Tour. Wir freuen uns auf spannende sechs Wandertage.
Bei herrlichem Wetter wandern wir die ersten beiden Tage durch prächtige Wälder und markante Heidelandschaften, durchs Lonetal und über die Ruine Kaltenburg hinab zur Charlottenhöhle. Wir sind fasziniert von der glitzernden Tropfsteinwelt. Die 3. Etappe führt uns durch sonnendurchflutete Buchenwälder, über die Domäne Falkenstein hinunter ins Eselburger Tal bis Herbrechtingen. Tags darauf kommen wir ans Heldenfinger Kliff, einem Teil der Küste des Urmeeres, und endlich (!) sehen wir die ersten Schafe 😊. Wir beenden den Wandertag an den Eglenseen bei Gerstetten.
Erdgeschichte live! Der nächste Tag bringt uns in das Steinheimer Becken, einem Meteorkrater. Bei einer Führung im Meteorkrater-Museum sehen und erleben wir 15 Millionen Jahre Erdgeschichte. Der Albschäferweg führt uns dann über Felsen und steile Treppen hinauf zum Kraterrand und dort rund um Steinheim. Mit großem Eifer und großen Erfolg graben wir am nächsten Morgen im Steinheimer Schneckensand nach Fossilien und kleinen Schneckenhäuschen und treffen später, ach wie herrlich, eine große Herde Merinoschafe.
Wir wandern weiter durch das Naturschutzgebiet Wental, das für seine vielen bizarren und imposanten Dolomitkalkfelsen, auch „Felsenmeer“ genannt, bekannt ist. Der letzte Tag beginnt mit einer kleinen Geburtstagsfeier einer unserer Wanderfreundinnen.
Die heutige Etappe führt uns über die Ruine der Burg Herwartstein nach Königsbronn zur traumhaft schönen blauen Brenzquelle, die auch den herrlichen Itzelberger See speist. An diesem Tag begleitet uns Wolfgang Pösselt, Wanderführer und Mitinitiator des Albschäferwegs, der uns so einiges interessantes zu erzählen hat. Durch ausgedehnte Wälder erreichen wir dann viel zu schnell unser vorerst letztes Ziel – die Stadt Heidenheim.
Es war wunderschön – wir freuen uns alle sehr auf den 2. Teil der Wanderung, die wir im September in Heidenheim fortsetzen.
Inge Reisch
